menu
„Ich stelle das Recht auf billige Kleidung infrage“
Navigation
    chat_bubble_outline

    Would you like to send us a message? We look forward to hearing from you! Thank you very much.

    AMD News

    „Ich stelle das Recht auf billige Kleidung infrage“

    Kirsten Brodde, Greenpeace Aktivistin und Leiterin der weltweiten Detox-Kampagne, hielt an der AMD Akademie Mode & Design in Düsseldorf einen
    leidenschaftlichen Vortrag über Gifte in Textilien und über die großen Erfolge der seit 2011 laufenden Detox-Kampagne.

    „Die Textilindustrie verursacht immense Umweltprobleme“. Dieses starke Statement hörten Studierende der AMD Düsseldorf, als Kirsten Brodde am 20.6.2018 einen Gastvortrag über den Zusammenhang von Mode und Umweltgiften hielt.
    Kirsten Brodde, die die weltweite Detox-Kampagne von Greepeace leitet, war aus Hamburg angereist, um über gefährliche Chemikalien in unserer Kleidung aufzuklären und über Strategien der Detox-Kampagne zu berichten.

    Die Studierenden hörten der charismatischen Greenpeace-Aktivistin gebannt zu. Brodde erläuterte, dass z.B. 8 % des weltweiten Ausstoßes von CO2 von der Textilindustrie verursacht werde, das sei genauso viel wie der weltweite Flugverkehr und Schiffsverkehr zusammen. Die Detox-Kampagne engagiert unabhängige Unternehmen, um die Belastung der Umwelt durch die Textilindustrie weltweit prüfen zu lassen und veröffentlicht die Ergebnisse. Mit spektakulären Kampagnen, wie z. B. mit dem vertikalen „Greenpeace Catwalk“
    bei internationalen Fashionweeks, prangert Greenpeace große Modemarken aus den Bereichen Sportswear, Luxus und Fast Fashion öffentlich an, die mit giftigen Chemikalien verseuchte Textilien verkaufen. Ihre Kampagne zeigt beeindruckende Erfolge: So haben sich bis jetzt 80 namhafte Mode-Unternehmen
    der Detox-Commitment angeschlossen und wollen bis 2020 alle giftigen Chemikalien aus ihrer Kleidung bannen (www.detoxcatwalk.de). Über die Kampagnen hinaus arbeitet Greenpeace eng mit den Unternehmen zusammen, um eine positive Liste von umweltfreundlichen und gesundheitsverträglichen alternativen Chemikalien zu verbreiten. „Das schärfste Schwert ist öffentlicher Reputationsverlust“, erläutert sie. „Wenn die Unternehmen jedoch anfangen, Programme umzusetzen, dann tun sie das sehr konsequent und mit Herzblut.“

    In der anschließenden Diskussion formulierten die Studierenden kritische Fragen zu Fast Fashion, worauf Brodde antwortete, dass durch die billige Massenmode die Wertschätzung von Kleidung und der Arbeit sowie der Kreativität, die in ihr steckt, verloren gegangen sei. Die Aktivistin stellt das Recht auf billige Kleidung infrage.
    Es gebe keine guten Gründe, warum Kleidung schlecht, gesundheitsgefährdend und umweltschädlich produziert wird. Brodde hofft, dass ihre
    Kampagne dazu führt, dass die Politik Gesetze zum Schutz der Umwelt und Verbraucher schaffen wird, so dass die Herstellung und der Verkauf Kleidung ohne giftige Chemikalien eine Selbstverständlichkeit wird. Zugleich regte sie an, über Alternativen zum massenhaften Konsum von Bekleidung nachzudenken.

     

    Text: Elisabeth Hackspiel-Mikosch und Ina Köhler
    Foto: Selina Piernagorda Bektas

     

    Weitere News

    Newsletter

    Subscribe to our newsletter and stay up to date on the activities of AMD Akademie Mode & Design.

    Hochschule Fresenius AMD Akademie Mode & Design

    state-recognized and accredited by: