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    AMD News

    ZUKUNFT NACHHALTIG GESTALTEN

    Nachhaltigkeit in der Mode und Kreativwirtschaft – was ist das eigentlich?

    Nachhaltigkeit im Zusammenspiel von Design und Management bedeutet, gleichermaßen ökonomische, soziale und ökologische Aspekte entlang der Wertschöpfungskette zu berücksichtigen. Dies umfasst den gesamten Lebenszyklus eines Designprodukts. Es beginnt mit der Beschaffung möglichst regenerativer Rohstoffe aus der natürlichen Umwelt. Beim Transport, der Produktion und dem Vertrieb wird z.B. auf geringe Emissionen und sozialgerechte Arbeitsbedingungen geachtet. Nachhaltiges Design beinhaltet aber auch Überlegungen zur Nutzungsdauer, Wiederverwertung und Entsorgung. Kreatives Upcycling ist hier ein wichtiges Stichwort – ein Bereich, in welchem die AMD in Kooperation mit Unternehmen gerade aktiv forscht.

     

    Fast Fashion vs. Slow Fashion – welche Herausforderungen bestehen dabei
    speziell für einen Designmanager?

    Mit dem Cradle-to-Cradle-Ansatz ist sogar eine nachhaltige Fast-Fashion-Industrie möglich, weil die Entsorgung von Produkten völlig unschädlich für Ökosysteme ist. Man orientiert sich dabei an natürliche Energie- und Stoffströme. So gelangt man zu einer Kreislaufwirtschaft.
    Und diese strebt ein nachhaltig denkender Designmanager mit seinen Strategien an. Nachhaltigkeitsleistungen müssen selbstverständlich transparent und glaubwürdig sein. Sie lassen sich mit Instrumenten des Ecodesigns wie dem Product Carbon Footprint oder Ökobilanzen messen und über Nachhaltigkeitsberichte oder
    Eco-Fair-Label kommunizieren.

    Dies erfordert ein technisch-analytisches Verständnis, aber auch die Wahl geeigneter Marketing-Maßnahmen. Ein nachhaltig orientierter Designmanager muss die richtigen Methoden und Tools anwenden können und strategisch weiterentwickeln. Um sich diesen Herausforderungen zu stellen, benötigt man interdisziplinäres Breitenwissen.

     

    Welche Motive haben kreative Unternehmen für nachhaltiges Wirtschaften?

    Clevere Unternehmen aus der Mode und Kreativwirtschaft setzen heutzutage auf Nachhaltigkeit, allein schon, um die ethischen Ansprüche ihrer Stakeholder erfüllen zu können. Besonders die Konsumenten sind kritischer geworden. Sie wollen qualitativ hochwertige und langlebige Designprodukte, die umweltgerecht und unter fairen Bedingungen hergestellt werden. Zukunftsorientierte Designer und Manager bringen diese ethischen Ansprüche automatisch mit.
    Weil sie mit Nachhaltigkeitsinnovationen Marktpotenziale erschließen, werden sie wettbewerbsfähiger. Gleichzeitig tragen sie mit ihrer kreativen Arbeit dazu bei, dass die Welt ein Stückchen lebenswerter wird. Nachhaltigkeit und ökonomischer Erfolg – das ist mittlerweile kein Widerspruch mehr, erfordert aber ein neuartiges Denken und Handeln. Genau hier setzt die Idee des Masterprogramms Sustainability in Fashion and Creative Industries an.

     

    Was ist das Besondere beim Master Sustainability in Fashion and Creative Industries?

    Der Master ist zukunftsweisend, praxisorientiert und interdisziplinär. Die Verknüpfung von Nachhaltigkeit, Fashion, Design und Management ist in dieser Form einzigartig. Der Designer von morgen ist schließlich auch Manager und muss mit komplexen technischen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen umgehen können. Integraler Bestandteil des Studiums sind daher auch anspruchsvolle Seminare,
    z.B. zur Wirtschaftsethik, Ökosystemforschung, Materialinnovation, Wirtschaftspsychologie und digitalem Marketing. All dies geschieht mit hohem Praxisbezug, für den die AMD mit ihrem breiten Unternehmensnetzwerk seit Jahrzehnten bekannt ist. Die Studierenden werden zu Nachhaltigkeitsexperten mit einer umfassenden Fachexpertise ausgebildet. Man kann schon jetzt anhand von Stellenausschreibungen sehen, dass solche weitsichtig agierenden Experten gerade in Führungspositionen in der Kreativwirtschaft dringend gesucht werden.

     

    Wie ist das Studium aufgebaut?

    Der Masterstudiengang umfasst 3 Semester mit insgesamt 90 Credits. Im ersten Semester gibt es jeweils mit Nachhaltigkeitsbezug die Hauptmodule Design Strategies, Business, Production. Zusätzlich kann man Wahlmodule zu Fashion Product, Brand Development oder Merchandising belegen. Im zweiten Semester werden diese Themenfelder vertieft. Die Studierenden können sich entscheiden, ob sie sich im Bereich Design oder Management mit entsprechenden Kursen spezialisieren möchten. Zusätzlich werden praktische Projekte angeboten.
    Im dritten Semester steht die Masterarbeit im Mittelpunkt. Diese kann entweder künstlerisch-kreativ z.B. in Form einer nachhaltigen Fashion Kollektion oder analytisch im Managementbereich geschrieben werden. Hierzu gibt es unterstützende Tutorials, Coachings und die begleitende Lehrveranstaltung
    „Sustainable Entrepreneurship and Financing“. Über nähere Einzelheiten zu den Lehrinhalten gibt die Curriculums-Übersicht Auskunft. 

     

    Welche Voraussetzung sollte man als Bewerber für den Master mitbringen?

    Zunächst einmal sollte man Interesse daran haben, die Zukunft der Mode- und Kreativwirtschaft mitzugestalten. Dazu gehört auch, über den Tellerrand hinauszuschauen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Wenn man bereits einen branchenspezifischen Bachelor in der Mode- oder Kreativwirtschaft mit Design oder Managementschwerpunkt im Umfang von 210 Credits absolviert hat, kann man direkt zugelassen werden. Fehlende Credits können durch Berufserfahrungen oder durch Qualifying Moduls kompensiert werden.
    Die Qualifying Modules werden direkt von der AMD angeboten. Sie werden kompakt im Vorfeld oder während des ersten Semesters belegt. Diese Anrechnungsmöglichkeiten stehen auch allen Bewerbern zur Verfügung, die zwar die 210 Credits mitbringen, aber ein reines Studium entweder im Mode- bzw. Designbereich oder im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich absolviert haben. So haben auch diejenigen Bewerber eine Chance zugelassen zu werden, denen noch einige Kompetenzen im Design oder Management fehlen. Über diesen Bedarf wird individuell durch die Zulassungskommission entschieden. Man kann sich jederzeit dazu an der AMD Berlin vor Ort, bei Infoabenden, per Telefon oder Skype beraten lassen.

     

    Was hat Sie bewogen, Studiendekan für dieses Masterprogramm zu werden?

    Nachhaltigkeit hat mich schon immer fasziniert. Meine Banklehre und das klassische BWL-Studium haben mir einfach nicht ausgereicht. So gab es dort z.B. keine Erklärung wie man in einer begrenzten Welt überhaupt ein exponentielles Wachstum annehmen kann. Auch wurde viel zu wenig die Frage nach dem faktischen Sinn unseres Gesellschaftssystems gestellt. Deshalb habe ich auch meine Doktorarbeit an der Freien Universität Berlin dem Thema Finanzmarktwirtschaft und Ethik gewidmet. Als Hochschuldozent für Nachhaltigkeitsmanagement bin ich seit mehr als 10 Jahren tätig. Parallel dazu habe ich neben vielen Praxisprojekten in der freien Wirtschaft ein nachhaltiges Designunternehmen im Möbelsektor aufgebaut. Mit der Professur an der AMD verbinde ich nun meine beiden Leidenschaften: Nachhaltiges Design und Management.
    Die Forschung und Lehre macht großen Spaß. Ich möchte die Studierenden fördern und ermutigen, kritisch zu reflektieren und sich selbst weiterzuentwickeln. Mit der Verantwortung als Studiendekan für den Master Sustainability in Fashion and Creative Industries wird sich dieser Anspruch umso mehr verwirklichen. Wissen zu Nachhaltigkeitsansätzen zu vermitteln, hat eben auch etwas mit Werten zu tun. Zudem sind mir bei dem Masterprogramm internationale Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaftspraxis sehr wichtig. Berlin als kreativer und dynamischer Standort bietet hierfür exzellente Voraussetzungen.

     

     

    Kontakt

    Prof. Dr. Demele
    Professur für General Management
    Studiendekan für Sustainability in Fashion and Creative Industries (M.A.)
    Telefon: +49 (0)30 – 58 58 308-14
    E-Mail: uwe.demele@amdnet.de

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